Kleinwasserkraft Österreich EU Wasserkonferenz in Wien

"Zur Verbesserung der Qualität der österreichischen Flüsse müssen alle Gewässernutzer einbezogen werden. Die Kleinwasserkraft macht jedenfalls ihre Hausaufgaben!" - Christoph Wagner, Präsident Kleinwasserkraft Österreich

Wien (OTS) - Heute und morgen findet in Wien die 5. EU-Wasserkonferenz statt. Kleinwasserkraft Österreich freut sich auf die Möglichkeit hier mit einer Vielzahl von Stakeholdern über alle Aspekte des Wassers und dessen Nutzung zu diskutieren. Angesichts der in diesem Sommer bereits eindrücklich sichtbaren Effekte der Klimakrise, darf dabei auch die ökologische Stromproduktion durch Wasserkraft nicht außer Acht gelassen werden. Diskrepanzen zwischen der Erneuerbaren Richtlinie und der Wasserrahmenrichtlinie müssen im Sinne einer CO2-neutralen, nachhaltigen Stromproduktion aufgelöst werden. Gerade Österreich kann hier als Role-Model dienen. „In Österreich ist die Kleinwasserkraft aufgrund des hohen ökologischen Standards mit dem „Guten“ und „Sehr Guten“ Zustand der Gewässer ohne Weiteres vereinbar!“ hält Präsident Christoph Wagner fest. Wichtig seien vor allem größere Flexibilitäten in der Umsetzung. „Wenn um Hunderttausende Euros Maßnahmen ergriffen werden, für einzelne Individuen die nicht oder kaum vorkommen, dann bringt das keine Verbesserung für den Gewässerzustand im Allgemeinen. Es belastet einzig die Wirtschaftlichkeit der Wasserkraft und reduziert die Produktion von hochwertigem, nachhaltigem, erneuerbarem Strom!“ Wichtiger sei es daher, das große Bild ins Auge zu fassen und jene Maßnahmen zu ergreifen, die den größten Nutzen für die weitere Verbesserung der Gewässer haben. „Wir brauchen mehr Flexibilität in der Wasserrahmenrichtlinie und in deren Umsetzung!“ fordert auch Kleinwasserkraft Österreich Geschäftsführer Dr. Paul Ablinger, verabsäume man dies, werde das wichtige Rückgrat der Erneuerbaren Stromversorgung stark beschädigt, ohne große positive ökologische Effekte zu erzielen.

 

"In Österreich ist die Kleinwasserkraft aufgrund des hohen ökologischen Standards mit dem „Guten“ und „Sehr Guten“ Zustand der Gewässer ohne Weiteres vereinbar!"

(Christoph Wagner)

 

Für weitere Ökologisierung und Verbesserung der Gewässer brauche es Anreize. „Zur Verbesserung der Qualität der österreichischen Flüsse müssen alle Gewässernutzer einbezogen werden. Die Kleinwasserkraft macht jedenfalls ihre Hausaufgaben!“ fordert Wagner und ergänzt: „Restwasserabgaben, Fischwanderhilfen und Strukturmaßnahmen gehören zum Standard, müssen aber dringend angepasst werden.“ Eine Vielzahl der Belastungen stammt nicht aus der Wasserkraftnutzung. Dies betrifft etwa Regulierungsbauwerke für zum Schutz von Siedlungen, Verkehrswegen und Landwirtschaft. Aber auch Einträge zum Beispiel von Medikamenten, Plastik, Pestizide, etc. sind nicht zu unterschätzen.

 

"Wir brauchen mehr Flexibilität in der Wasserrahmenrichtlinie und in deren Umsetzung!"

(Paul Ablinger)

 

Das von manchen gezeichnete Bild, dass einzig die Nutzung der Wasserkraft für den verbesserungswürdigen Zustand der heimischen Fließgewässer verantwortlich sei, ist haltlos. Ganz im Gegenteil sorgen neue Wasserkraftwerke gerade an Bauwerken – welche ohnehin aus vielfältigen Gründen erhalten werden müssen – für Verbesserungen im Bereich der Ökologie. Es wird für die Passierbarkeit für alle Lebewesen und teilweise zur Schaffung von zusätzlichen Lebensräumen gesorgt. Vor allem aber werden vielfältige ökologische Strukturmaßnahmen gesetzt, die zu einer deutlichen Verbesserung des Lebensraumes im Gewässer führen. Diesen wird wieder etwas vom verloren gegangenen Charakter zurückgegeben indem viele bereits verloren geglaubte Habitate wieder erschlossen oder durch die Strukturmaßnahmen neu geschaffen werden.

 

"Zur Verbesserung der Qualität der österreichischen Flüsse müssen alle Gewässernutzer einbezogen werden. Die Kleinwasserkraft macht jedenfalls ihre Hausaufgaben!"

(Christoph Wagner)

 

Kleinwasserkraft Österreich betont dabei auch die Bedeutung der Kleinwasserkraft für die dezentrale, nachhaltige und ökologische Stromversorgung Österreichs: „Jedes neue Wasserkraftwerk an einem der rund 30.000 aktuell ungenutzten Querbauwerke, führt zu einer ökologischen Verbesserung“ hält Kleinwasserkraft Österreich Präsident Christoph Wagner fest. Mit den aktuellen Standards die in Österreich gelten ist daher ein weiterer Ausbau jedenfalls möglich und sinnvoll. Der Ausbau der Kleinwasserkraft ist insbesondere im Hinblick auf vorhandene Strukturen und der dezentralen Versorgung, sowie mit seiner guten Verfügbarkeit und Prognosefähigkeit ein bedeutender Faktor in der Energiewende und für das Ziel 100% Erneuerbarer Strom bis 2030 unabdingbar.

 

"Jedes neue Wasserkraftwerk an einem der rund 30.000 aktuell ungenutzten Querbauwerke, führt zu einer ökologischen Verbesserung."

(Christoph Wagner)

 

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